Frage vor Bewertung fokussieren
Achte darauf, ob nach Kernaussage, ausdrücklich genannter Information, Folgerung oder Funktion eines Abschnitts gefragt wird. Diese Fragetypen verlangen unterschiedliche Belege.
Im Textverständnis arbeitest du mit lehrbuchähnlichen medizinisch-naturwissenschaftlichen Texten. Entscheidend ist nicht dein Vorwissen, sondern wie zuverlässig du Informationen strukturierst, Aussagen belegst und Schlussfolgerungen aus dem Text ableitest.
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Aufgaben im TMSnat
50 Min.
Bearbeitungszeit
Logisches Schlussfolgern
Grundkonzept
Was wird geprüft?
Die Aufgabengruppe prüft, wie gut du dich in komplexeren Texten zurechtfindest, Informationen ordnest und daraus begründete Schlussfolgerungen ziehst.
Die für die Lösung notwendigen Informationen stehen im Text. Spezifisches Fachwissen ist nicht erforderlich. Während der Bearbeitung der Fragen bleiben Text und eigene Notizen zugänglich.
Grundlage sind die aktuell veröffentlichten Informationen der offiziellen TMSnat-Testorganisation. Details können bis zu zukünftigen Testterminen angepasst werden.
Bearbeitungsstrategie
Achte darauf, ob nach Kernaussage, ausdrücklich genannter Information, Folgerung oder Funktion eines Abschnitts gefragt wird. Diese Fragetypen verlangen unterschiedliche Belege.
Eine Antwort kann fachlich plausibel wirken und trotzdem falsch sein, wenn sie vom Text nicht getragen wird. Trenne vorhandenes Wissen konsequent von den gegebenen Informationen.
Markiere beim Lesen gedanklich Ursache, Folge, Gegensatz und Beispiel. So findest du schneller, welche Rolle einzelne Abschnitte für die Gesamtaussage spielen.
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Material
Lies den folgenden Text aufmerksam. Beantworte die Aufgaben ausschließlich auf Grundlage der im Text dargestellten Zusammenhänge.
Die Körpertemperatur des Menschen wird nicht allein dadurch bestimmt, wie viel Wärme der Körper gerade produziert oder an die Umgebung abgibt. Zusätzlich spielt eine zentrale Regulation eine wichtige Rolle. Vereinfacht lässt sich diese Regulation so beschreiben: Bestimmte Bereiche des Gehirns vergleichen Informationen über die aktuelle Körpertemperatur mit einem angestrebten Temperaturbereich. Weicht die tatsächliche Temperatur davon ab, können Reaktionen ausgelöst werden, die Wärmeproduktion oder Wärmeabgabe verändern. Bei Fieber verändert sich nicht lediglich die aktuelle Körpertemperatur. Im Verlauf einer Immunreaktion können Botenstoffe dazu führen, dass der angestrebte Temperaturbereich vorübergehend nach oben verschoben wird. Eine Körpertemperatur, die zuvor noch passend war, liegt dann aus Sicht des Regulationssystems unter dem neuen Zielbereich. Der Körper reagiert deshalb zunächst so, als sei ihm zu kalt. Dies erklärt typische Reaktionen zu Beginn eines Fieberanstiegs. Blutgefäße in der Haut können enger gestellt werden, wodurch weniger Wärme über die Körperoberfläche verloren geht. Zusätzlich kann Muskelzittern auftreten. Durch diese Reaktionen wird Wärme zurückgehalten oder neu produziert. Betroffene Menschen empfinden dabei häufig Kälte, obwohl ihre gemessene Körpertemperatur bereits erhöht sein kann. Entscheidend ist also nicht nur die absolute Temperatur, sondern ihr Verhältnis zum momentan angestrebten Bereich. Steigt die Körpertemperatur anschließend in die Nähe des erhöhten Zielbereichs, muss das Kältegefühl nicht fortbestehen. Obwohl das Thermometer nun möglicherweise eine höhere Temperatur anzeigt als zuvor, befindet sich die tatsächliche Temperatur aus Sicht der Regulation näher am aktuellen Ziel. Die Reaktionen zur zusätzlichen Wärmeerzeugung können deshalb nachlassen. Eine Hyperthermie unterscheidet sich von diesem vereinfachten Fiebermodell. Bei einer Hyperthermie ist der angestrebte Temperaturbereich nicht entsprechend nach oben verschoben. Stattdessen nimmt der Körper beispielsweise mehr Wärme auf oder produziert mehr Wärme, als er ausreichend abgeben kann. Die tatsächliche Körpertemperatur steigt dadurch über den weiterhin bestehenden Zielbereich. Das Regulationssystem versucht in dieser Situation grundsätzlich, Wärme abzugeben, etwa durch eine stärkere Hautdurchblutung oder vermehrtes Schwitzen. Auch das Absinken von Fieber lässt sich mithilfe dieses Modells erklären. Wird der zuvor erhöhte Zielbereich wieder abgesenkt, kann die aktuelle Körpertemperatur plötzlich oberhalb des nun wieder niedrigeren Zielbereichs liegen. Der Körper reagiert dann nicht mehr mit Wärmeerhalt, sondern verstärkt Mechanismen der Wärmeabgabe. Ein Mensch kann deshalb beim Fieberanstieg frieren und später bei ähnlich hoher oder sogar höherer gemessener Temperatur schwitzen. Der Vergleich zeigt, warum derselbe oder ein ähnlicher Messwert unterschiedliche physiologische Situationen beschreiben kann. Eine erhöhte Körpertemperatur allein sagt noch nicht, ob der Körper gerade versucht, zusätzliche Wärme zu erzeugen, Wärme zu erhalten oder Wärme abzugeben. Für das Verständnis der beobachteten Reaktionen muss berücksichtigt werden, wie sich die aktuelle Temperatur zum momentan angestrebten Temperaturbereich verhält.
Welche Aussage fasst die zentrale Aussage des Textes am besten zusammen?
Typische Stolperstellen
Nächster Schritt
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Offizielle Grundlage: Die Beschreibung von Inhalt, Aufgabenanzahl und Zeit orientiert sich am aktuell veröffentlichten TMSnat-Planungsstand. Verbindlich sind immer die Angaben der Testorganisation.